Baufinanzierungsstrategie

 

Baufinanzierungsstrategie:

 

Die meisten Baufinanzierungen werden über eine Bank mit anschließenden monatlich zu zahlenden Raten in der Form einer annuitätischen Tilgung abgeschlossen. Diese Tilgung beträgt in der Regel 1 % des ursprünglichen Kreditbetrages. Ferner werden meist zwei Darlehensverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen. Dabei ist aber folgendes zu beachten:

 

1.      Je niedriger der von der Bank angebotene Zinssatz ist, desto länger läuft auch die Darlehenszeit, das heißt, der Darlehensnehmer bleibt länger verschuldet, da die ersparten Zinsen, die ebenfalls während der Laufzeit in das Darlehen zurückfließen, niedriger sind als bei höher abgeschlossenem Zinssatz.

 

Aus diesem Grunde ist es in vielen Fällen absolut förderlich, die annuitätische Darlehenstilgung von Beginn an mit einem monatlichen Investmentsparplan abzustimmen, da dadurch die Darlehenslaufzeit erheblich verkürzt werden kann. Hierbei ist das jeweilige Verhältnis objektive Ertragserwartung / einzugehendes Risiko des jeweiligen Investmentfonds mit der individuellen Anlegermentalität in Einklang zu bringen.

 

Da sowohl der Rückzahlungsplan ( = Tilgungsplan ) des Baufinan-zierungsdarlehens als auch der Investmentsparplan über einen längeren Anlagehoriziont monatlich vom Darlehensnehmer zu bedienen sind, ergänzen sich diese beiden Formen des indirekten bzw. direkten Kapitalaufbaues bestens und können zu einer erheblichen Verkürzung der Gesamtdarlehenszeit führen.

 

2.      Bei Abschluß zweier Teildarlehen mit unterschiedlichen Festzinslaufzeiten steht der Darlehensnehmer am Ende der ersten Festzinsperiode in größerer Abhängigkeit bei seiner Bank als bei Fälligkeit des Gesamtdarlehens. Diese Kombination von Laufzeitformen wird meist deshalb empfohlen, da bei zwischenzeitlich extrem gestiegenen Zinssätzen der Darlehensnehmer zunächst nur einen Teil umzufinanzieren hat.

 

Dagegen sollte aber auch berücksichtigt werden, daß der Darlehensnehmer zwar für die zweite Festzinsperiode Vergleichsangebote für das Teildarlehen bei anderen Banken einholen kann, allerdings sind diese dann von vorneherein in ihren Zinsangeboten benachteiligt, da die für eine mögliche Umfinanzierung erforderliche Grundschuld nachrangig der ersten Bank gegenüber eingetragen werden wird, aufgrunddessen der Zinssatz in diesen Fällen meistens deutlich höher ausfällt. Ein echter Wettbewerbsvergleich ist dann nicht mehr möglich, so daß die derzeitige Bank ihrem Darlehensnehmer nicht den besten Zinssatz anzubieten braucht. Ob sie es denn dennoch tut, liegt nicht mehr im Einflußbereich des Darlehensnehmers.

 

Fazit:

 

Vor Abschluß der gesamten Baufinanzierung ist eine wirklich fachmännische Beratung für den einzelnen Darlehensnehmer absolut unerläßlich.

 

Sowohl ein guter Zinssatz als auch eine auf den einzelnen Darlehensnehmer abgestimmte Gesamtstrategie führen zu einer gesteigerten Effizienz des Kapitalaufbaus sowie zu einer Verkürzung der Gesamtdarlehenszeit.

 

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